In Neuorientierungsphasen sind es selten HR oder Vorgesetzte, die den Ausschlag geben. Es sind die Menschen, die uns am nächsten stehen. Darum arbeite ich oft mit dem gesamten System — nicht nur mit der Führungskraft.

Diese Beobachtung überrascht viele, die aus einer klassischen Karrierelogik kommen: Dort galten Vorgesetzte, HR-Abteilungen oder das berufliche Netzwerk als die entscheidenden Instanzen. In der Neuorientierung verschiebt sich dieses Gewicht spürbar.

Wer abends nach Hause kommt und über eine mögliche Neuausrichtung spricht, sucht selten eine fachliche Einschätzung. Gesucht wird eine Reaktion von jemandem, der die ganze Geschichte kennt — nicht nur den Lebenslauf, sondern auch die Zweifel, die Umwege, die stillen Ängste.

Deshalb beziehe ich, wo es passt, bewusst das nähere Umfeld mit ein — nicht als Kontrollinstanz, sondern als Resonanzraum. Eine Neuorientierung, die zu Hause nicht mitgetragen wird, bleibt selten von Dauer, egal wie klar der berufliche Plan ist.

Initial-Call vereinbaren